Feier der Heiligen Woche
Noch ein Krieg, diesmal im Iran, auf der Arabischen Halbinsel, in Israel und im Libanon. Er verunsichert Menschen und Märkte. Wer auch immer gewinnt, die Menschen sind es nicht, die ihre Lieben samt Hab und Gut verlieren. Ja, das Leiden Gottes ist mit dem Sterben Jesu noch nicht zu Ende. Es setzt sich durch alle Zeiten fort im Großen, aber auch im Persönlichen. So betrachten wir im Kreuzweg Jesu nicht nur sein Leid, sondern auch das aller Wehrlosen und Gequälten der Welt und vertrauen, dass er mit den Verängstigten leidet.
Am Gründonnerstag feiern wir das Gedächtnis des Letzten Abendmahls um 19.30 Uhr im Deutschordensmünster. Diesmal lud ich Angestellte unserer Friedhöfe, einen ehemaligen Bestatter und die Organistin Frau Saum zur Fußwaschung ein. Sie werden erzählen, was ihr täglicher und treuer Dienst an den Verstorbenen und deren Angehörigen mit dem Dienst Jesu zu tun hat.
Anschließend sind Betstunden in der Turmkapelle bis 24 Uhr getreu der Frage unseres Herrn: „Konntet ihr nicht eine Stunde mit mir wachen?“ Von 23-24 Uhr wird eine der Abschiedsreden Jesu vorgetragen.
Des Leidens und Sterbens unseres Herrn gedenken wir am Karfreitag zu seiner Todesstunde um 15 Uhr. Es wird dabei die von Michael Saum nach der neuen Einheitsübersetzung von 2016 vertonte Johannespassion verkündet. Abends um 20 Uhr singt die Schola Gregoriana die Karmette mit den Klageliedern des Jeremia.
Die Feier der Osternacht begehen wir am Vorabend des Osterfestes, 4. April 2026 um 21 Uhr im Deutschordensmünster. Die Pfadfinder sorgen wieder für das Osterfeuer. Es ist für uns alle eine große Freude, dass in diesem „Gottesdienst aller Gottesdienste“ vier Erwachsene getauft werden. Sie sind mit ihren Lebensgeschichten ein Zeichen für uns, dass der Geist des Auferstandenen bis heute unsere Welt durchwirkt.
Nach dem Gottesdienst gibt es auf der Kirchenterrasse wieder einen Stehempfang, bei dem wir uns unsere Osterwünsche zusprechen können.
Den Festgottesdienst am Ostermorgen feiern wir um 9.30 Uhr. Der Chor am Deutschordensmünster, Heilbronner Kantatenensemble und Solisten musizieren die Missa Sanctae Ursulae („Chiemsee-Messe“) von Johann Michael Haydn.
Abends um 18 Uhr singen wir zusammen mit der Schola Gregoriana die feierliche Ostervesper.
Pfarrer Roland Rossnagel